Von Wendisch Rietz nach Bad Saarow

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Sven Becker

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Entlang des 66-Seen-Wegs von Wendisch Rietz über das zauberhafte Storkow und seine Binnendüne bis nach Bad Saarow. Ein Bericht.
Da sind Schleuser am Werk: die Schleuse in Wendisch Rietz.
Da sind Schleuser am Werk: die Schleuse in Wendisch Rietz.

Von Wendisch-Rietz nach Bad Saarow (28km)

In Wendisch-Rietz darf man wählen: entweder die direkte Route nach Bad Saarow entlang des Scharmützelsee’s oder aber vorbei am Dolgensee über Storkow ebenfalls ins Bäderstädtchen. Da die Sonne noch scheint, entscheide ich mich für den längeren Weg und werde dafür mit einer fantastischen Wanderung belohnt. Auch wenn die Temperaturen nur noch knapp in den zweistelligen Bereich kommen

Die kleine Ortschaft Dahmsdorf wartet mit einer wirklich bezaubernden kleinen Fedsteinkirche auf, die jedoch leider geschlossen ist, da sie momentan restauriert wird. Schade eigentlich. Keine drei Häuser im Ort aber Hauptsache eine Kirche. Die Geschichte dazu hätte mich schon interessiert. Dafür wird meine geschichtliche Neugier in Storkow befriedigt. Inmitten des Ortes, der es schon im Mittelalter zu beachtlicher Größe brachte und demnach auch mit einer schnuckligen Burg aufwartet, verzaubert die Altstadt den Wandersmann. Also mich. Um den Marktplatz herum gruppieren sich liebevoll restaurierte Häuser, und vermitteln wohl ein Gefühl vergangener Tage. Wäre nicht der ganze Platz mit Autos zugeparkt. Tja, kleine Sünden gibt es wohl in jedem Ort.

Ich habe nicht zu viel versprochen. Es gibt unzählige Badestellen entlang des 66-Seen-Wegs.
Auf der Burg Storkow. Eine erste Erwähnung gab es 1209. Sie diente ursprünglich als bischöfliche Residenz und wer mehr wissen will, der sollte mal nach Storkow fahren.
Auf der Burg Storkow. Eine erste Erwähnung gab es 1209. Sie diente ursprünglich als bischöfliche Residenz und wer mehr wissen will, der sollte mal nach Storkow fahren.
Hübsch anzusehen ist sie, die Altstadt Storkows. Auch nett mit den Blättern und so.

Über Storkos Düne nach Bad Saarow

An der Storkower Binnendüne, die wirklich sehr beeindruckend ist, verlaufe ich mich dann auch glatt. War wohl schon wieder zu viel Geschichte für mich auf den letzten Kilometern. Oder einfach nur schlecht ausgeschildert. Wie auch immer, es braucht eine Weile und kostet mich eine ganze Stunde, bis ich wieder auf dem richtigen Weg bin. An dieser Stelle daher noch einmal der Hinweis: unbedingt eine Karte einstecken.

Am Großen Kolpiner See, den ich am frühen Nachmittag erreiche, mache ich eine letzte Rast und genieße die nicht mehr ganz so wärmenden Sonnenstrahlen. Es ist verdammt kalt und obwohl ich mein Schritttempo schon auf 7 km/h angezogen habe, wird mir nicht mehr wirklich warm.

Hier deucht man sich auf dem richtigen Wege. Nur leider wars der Falsche…
… denn auf dem Richtigen offenbart sich dieses Bild: Die Binnendüne bei Storkow.

Durchgefroren aber glücklich: Am Ziel in Bad Saarow

Dementsprechend motiviert fliege ich förmlich über die letzten 5 Kilometer in das Bäderstädtchen und bin verzaubert, ja förmlich hin und weg von der Architektur, der idyllischen Lage am Nordende des Scharmützelsees. Direkt am Bahnhof, der mich irgendwie an die norddeutsche Ostseeküste erinnert, hat es ein geöffnetes Restaurant. Der Vorteil an Bad Saarow: hier ist immer Saison. Im Sommer kommen die Menschen zum Baden und Relaxen und im Winter ebenfalls zum Baden und Relaxen.

Denn Saarow trägt das Bad zu Recht in seinem Namen. Die Saarow Therme ist ganzjährig geöffnet und bietet Groß und Klein großes Badevergnügen. So, das musste jetzt sein. Ich habe den Bericht mit einem Wortspiel angefangen, also muss ich ihn auch mit einem beenden. Mir genügt auf jeden Fall der heiße Kakao und die Heimfahrt im völlig überheizten Zug, um wieder warm zu werden. Alle Anderen können ja in die Therme schwimmen gehen.

Denn Saarow trägt das Bad zu Recht in seinem Namen. Die Saarow Therme ist ganzjährig geöffnet und bietet Groß und Klein großes Badevergnügen.

Was bleibt? Die Erinnerung an einen der schönsten Herbste, die ich je erlebt habe; die Erfahrung, das wirklich jeder See eigen und anders ist; und das Wissen, dass sich dieser Weg wirklich lohnt und unbedingt fortgesetzt werden muss. Und das hoffentlich sehr bald…

Die Uferpromenade in Bad Saarow
Fährmann hol über: Der Hafen von Bad Saarow mit Blick auf den Scharmützelsee.
Fährmann hol über: Der Hafen von Bad Saarow mit Blick auf den Scharmützelsee.
Ziel der Wanderung: Der Bahnhof in Bad Saarow in typischer Bäderarchitektur. Schee wars.

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2 Comments
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Sven
10 Jahre zuvor

Hallo Jeddar, ja in der Tat. Die Wanderung macht Lust und verbreitet jede Menge Laune, ist also empfehlenswert. Nur wer Berge sucht oder auch nur einen kleinen Hügel, wird sich hier langweilen. 😉

Grüße
Sven

Jaddar
10 Jahre zuvor

Sieht nach einer tollen und gelungenen Wanderung aus 🙂

Grüße
Jaddar

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