Von Foncebadon bis nach Ponferrada auf dem spanischen Jakobsweg

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Nach Foncebadon führt der Weg wieder hinab. Erst nach Molinaseca, später dann nach Ponferrada. Auch wenn erstgenannte komplett idyllisch und einladend am Flussufer ruht, bietet letztgenannte wieder etwas turbulenteres Leben auf dem Jakobsweg.
Da klingeln die Knie, da zittern die Beine. Geschlagene 12 Kilometer ging es so bergab.

Das heutige Ziel Ponferrada, ganze 27 Kilometer von Fancebadon entfernt, war kein leichtes. Ging es gestern noch die ganze Zeit bergan, mussten dann heute die ganzen Höhenmeter (an der Zahl 1.100) auch wieder nach unten gegangen werden. Und das ziemlich steil. Meine Knie singen jetzt noch. Zwar keine Arie, aber immerhin ein kleines Sonett. Ach Gott, was heule ich hier rum. ich habs mir ausgesucht, jetzt muss ich da auch durch. Herrschaftszeiten, was man nicht alles fürs eigene Wohlbefinden macht…

Von Foncebadon nach Ponferrada

Irgendwann hatte ich dann auch die Schnauze gestrichen voll, und setzte mich, obwohl bereits Mittag, in die nächste Bar. Ich bestellte mir einen Burger und relaxte. Eine ganze Stunde lang. Habe ich sonst immer erst gemacht, wenn das Tagesziel erreicht war. Aber heute war mir halt mal anders und zwar genau so. Und so langsam gewöhne ich mich an die Hitze. Heute kam es mir schon nicht mehr so warm vor, wie die letzten Tage, obwohl das Thermometer nach wie vor 28 Grad anzeigt und ich gar nicht so viel trinken kann, wie ich schwitze.

Dafür ist die Herberge (200 Betten !!!!! So viele Ausrufezeichen gibts gar nicht.) entgegen aller Erwartung dann doch sehr angenehm. Die Betten verteilen sich auf mehrere Zimmer. In keinem davon stehen mehr als 10 Schlafplätze und obendrein sind die Hospitaleros hier wirklich sehr zuvorkommend. Die bei dieser Menschenmasse zu erwartende Schlange beim Einchecken wird mit Tee und Obst empfangen. Das hat schon fast Hotelcharakter. Vor allem im Gegensatz zur letzten Herberge, ist diese von ganzem Herzen zu empfehlen. Schon allein wegen der gregorianischen Gesänge, die über den Hof schallen.

Sven Becker
Sven Becker
In Dresden aufgewachsen, in Berlin eine neue Heimat gefunden, starte ich von hier in die Fremde. Mal mit Rucksack, mal ohne. Mal in die Berge, mal an den Strand. Aber immer mit offenen Augen. Denn Abenteuer gibt es an jeder Ecke...

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