Auf den Großen Zschirnstein

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Sven Becker

von

Geschrieben am

Eine der eher abseitige Touren im Elbsandsteingebirge ist die auf den Großen Zschirnstein – Sächsische Schweiz einmal ganz in Ruhe.

Der Winter zog sich dieses Jahr enorm in die Länge, denn noch Mitte März lag vereinzelt Schnee. Das sollte mich aber nicht davon abhalten, einmal mehr meinem ausgesprochenen Lieblingsgebirge einen Kurzbesuch abzustatten. Zusammen mit meiner werten Frau Mama und etwas Wegzehrung im Gepäck, machten wir uns auf, einen Berg zu besteigen, auf dem ich in all den Jahren noch kein einziges Mal stand: den Großen Zschirnstein. Fast direkt an der tschechischen Grenze gelegen versprach er einen weiten Blick bis ins Böhmische Land und noch darüber hinaus.

Auf den Großen Zschirnstein

Gemütliche 9km sollte der Rundweg dauern, man nimmt ja Rücksicht auf die körperlichen Unwägbarkeiten der Mitreisenden (und auch der eigenen) und war somit dankbar, dass sich der Aufstieg nicht ganz so beschwerlich zeigte, wie noch auf der Karte vermutet. Langsam zog sich der forstwirtschaftliche Weg Kilometer für Kilometer durch die örtlichen Mischwälder, nur um am Fuße des Berges dann doch noch in einen richtigen Wanderweg zu münden. Ab hier ging es dann auch ordentlich bergauf. Nicht schlecht: die erste Tour des Jahres und gleich mal so richtig aus der Puste. Die Berge der Sächsischen Schweiz haben es halt in sich.

Doch oben angekommen, nun ja, mir verschlägt es oft die Sprache, doch hier stimmte es allerdings auch. Der Blick hinüber zum Hohen Schneeberg, der tatsächlich noch unter Schnee lag, war schon ein beeindruckender. In südliche Richtung geblickt war kein Dorf zu sehen, keine Straße, keine Menschenseele. Nur die Natur und wir. Darauf eine herzhafte Stulle und die mitgebrachte Limonade. Direkt auf dem Gipfel existiert auch noch eine kleine offene Hütte, unter der sich der kurze Regenschauer aushalten ließ und die eiskalten Getränke nun auch endlich von innen kühlten. Sicher, bei Temperaturen um die 5 Grad vermutlich das falsche Getränk, aber nach einem Gipfelsturm gibt man sich auch mit einfachen Dingen zufrieden.

Der Abstieg durch den Hirschgrundweg war dann ebenso schnell bewältigt wie der Aufstieg und einmal mehr können meine Mutter und ich einen Gipfel mehr in unserem Tagebuch abhaken.

Info: Großer Zschirnstein

Mit seinen 545m stellt der Große Zschirnstein die höchste Erhebung des deutschen Elbsandsteingebirges dar und gehört zur Gattung der Tafelberge. Sein Plateau ist bewaldet, ermöglicht aber in südlicher Richtung, dank freistehender Kletterfelsen, einen weiten Ausblick in den böhmischen Teil des Naturparks. Besonders beeindruckend schaut von seinem Gipfel der Hohe Schneeberg aus, der gerade im Frühling seinen Namen alle Ehren macht.

Weiterführende Infos rund um das Elbsandsteingebirge und die Sächsische Schweiz gibt es unter: Nationalpark Sächsische Schweiz oder unter Tourismusverband Sächsische Schweiz.

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4 Comments
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Andersreisender
12 Jahre zuvor

Bei uns in Mitteleuropa kommt es ja leider schon sehr selten vor, dass man beim Blick von einem Gipfel weit und breit kein Haus oder ein anderes Gebäude sieht. Aber ich weiß, dass das ein tolles Gefühl ist. Ich hoffe, dass endlich besseres Wetter bei uns Einzug hält – ich würde nämlich sagen, der Winter zieht sich „noch“ in die Länge. Hoffentlich nicht mehr lange 😉

Andi
12 Jahre zuvor

Schöner Artikel mit tollen Fotos! Die sächsische Schweiz hat zwar keine hohen Berge, dafür aber auf jeden Fall auch ihren Reiz 🙂

Reino Giesecke
Reino Giesecke
12 Jahre zuvor

Wow. Interessante Seite mit vielen Eindrücken. Schön, schön.
Ich war auch schon in der Sächsischen Schweiz wandern und kann Ihnen beipflichten. Ein uriges Gebirge.

Herzlichste Grüße
Reino

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